Darfst du Memes als Unternehmen posten? Was das Urheberrecht dazu sagt!
- Nahne Tillmann

- 16. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Memes, lustige Filmszenen oder Screenshots von bekannten Persönlichkeiten... man findet sie überall auf Social Media!
Und ja, sie funktionieren. Sie sind schnell zu verstehen, relatable, oft auch einfach witzig und kann sie super im Business-Kontext verwenden.
Aber gerade als Unternehmen stellt sich eine wichtige Frage: Darf ich das überhaupt einfach posten?
Die ehrliche Antwort ist in den meisten Fällen: NEIN!

Warum das Thema Urheberrecht so viele falsch verstehen
Die meisten gehen davon aus:
„Ich hab ja Credits gegeben.“
„Ist doch nur ein Screenshot.“
„Machen doch alle.“
Das Problem ist, dass das alles keine rechtlich Bedeutung hat. Urheberrecht funktioniert nicht nach „wird schon passen“, sondern nach klaren Nutzungsrechten.
Was rechtlich dahinter steckt
Ein Screenshot aus einem Film oder eine Serie ist ein geschützes Werk (oder ein Teil davon). Das bedeutet, dass die Rechte beim Filmstudio/Produzenten liegen und egal ob du eine Szene als Video nutzt oder nur ein Bild: Die Nutzung ist ohne Erlabnis nicht gestattet. Auch ein Screenshot ist rechtlich kein "freies Material, was man einfach so nutzen darf".
Und wie ist das bei Memes?
Memes sind leider ein Graubereich, aber halt auch kein Freifahrtschein! Denn viele Memes basieren eben auf Filmszenen, bekannten Bildern und/oder Fotos von Prominenten oder Personen des öffentlichen Lebens. Und die sind nunmal geschützt!
Auch wenn Memes da draußen und vor allem auf Social Media tausendfach geteilt werden, heißt das nicht, dass du sie als Unternehmen einfach nutzen darfst.
Warum es für Unternehmen kritischer ist
Als priavter Account wird vieles einfach durchgewunken... Aber als Unternehmen gilt: Du nutzt deinen Content zu Marketingzwecken und genau das macht den Unterschied. Denn du willst damit ja Sichtbarkeit, Reichweite und bestenfalls Kund:innen gewinnen. Also ist es gewerbliche Nutzung und genau dafür brauchst du im Zweifel eine Lizenz.
Reicht es, Credits zu geben?
Ganz kurz gesagt: Nein! Credits sind zwar gut, wenn sie angegeben sind, aber die ersetzten keine Nutzungsrechte. Du darft Inhalte nciht einfach nutzen, nur weil du sagst, wo sie herkommen.
Was viele auch nicht bedenken, sind Persönlichkeitsrechte. Grade bei vielleicht listigen Bildern von Promis kommt noch "das recht am eigenen Bild" dazu. Das bedeutet, dass du Personen nicht einfach für deine "Werbung" nutzen darfst und vorallem nicht in einem Kontext, den sie nicht freigegeben haben.
Die Realität auf Social Media
Man sieht Memes (und die ganzen Screenshots) überall auf Social Media, egal ob auf großen Unternehmens-Accounts oder bei kleineren Business-Accounts. Meistens passiert auch nichts, aber das Risiko ist halt da. Und ich finde, dass passt doch nicht zu einer professionellen Markenpositionierung, oder?
Was du stattdessen tun solltest
Die bessere und stärkere Lösung ist immer: Eigene Inhalte erstellen! Mach eigene Fotos, eigene Memes, zeig deine Situationen aus dem Alltag und deine eigenen Perspektiven.
Das funktioniert meist eh besser, weil eigener Content immer einzigartig ist, authentisch ist und es auch viel stärker für deine eigene Marke ist. Und vorallem: Du bist nicht austauschbar und es ist rechtlich sicher.
Klar können solche Memes kurzfristig Aufmerksamkeit bringen, aber langfristig geht es ja auch um Vertsauen, Professionalität und Wiedererkennbarkeit. Und genau da gewinnt immer dein eigner Content!
Auch Screenshots oder Videos aus Sportveranstaltungen sind rechtlich problematisch
Selbst wenn du ein Foto oder ein Video vom Fernseher machst und aufnimmst – du nutzt immer noch geschütztes Material.
Warum? Das was du da filmst (z. B. Superbowl) ist eine geschützte Live-Übertragung. Die Rechte liegen da bei den Sendern, den Sportligen (NFL in diesem Fall) und/oder den Produktionsfirmen.
Was heißt das konkret?
Du darfst nicht einfach TV-Inhalte abfilmen, Screenshots daraus posten und Clips darauf hochladen. Schon gar nicht als Unternehmen.
Im privaten Context wird das oft einfach geduldet und es besteht ein geringes Risiko. Im Business ist es einfach problematisch, weil wie schon gesagt du es als Marketingzweck nutzt und eine kommerzielle Nutzung stattfindet.
Bei dem Beispiel vom Superbowl kann das Urheberrechte, Senderrechte und ggf. Markenrechte verletzten.
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